Hexe Hillary geht in die Oper
Peter Lund

Inszenierung: R. Winter 
Ausstattung: A. Schulz-Hentrich














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Pädagogisch wertvoll mit einem Schuss Komik
Das Kinderstück „Hexe Hillary geht in die Oper“ macht tatsächlich Lust auf das musikalisch Anspruchsvolle und lässt bei allen Erklärungen auch noch Raum zum Lachen.

Jene Kinder, die die Premiere von Ronald Winters Inszenierung am Sonntag im Theater unterm Dach erlebten, dürften neugierig geworden sein. Dank einer Hexe Hillary (Daniela Bethge), die so gar nicht gruselig ist mit ihrem Wuschelkopf, dem Fransenkleid und der Sternenstrumpfhose, eher schräg und verrückt, neugierig und voller Fantasie wie ein Kind. Zaubern kann sie natürlich auch. Im großen Standardwerk für kleine Hexen erfährt sie, dass Oper Theater ist, in dem alle singen. Am vermuteten Singfluch liegt es aber dummerweise nicht, muss sich Hillary von Hexe Maria Bellacanta (Brigitte Roth) erklären lassen.
(…) In jenen Momenten, in denen sich die musikalische Hexe produziert, steht eine Opernsängerin nur wenige Meter entfernt von den Kindern, und das ist die Stärke dieses Stücks: Oper wird erfahrbar, und zwar kindgerecht dosiert.

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OZ
Ronald Winter

Bühne, Inszenierung: R. Winter 
Kostüme, Choreografie: D. Bethge














  

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Weitab vom bekannten Musical

Dass die Szenen teilweise so düster und bedrückend von der Bühne kommen, ist der klugen, einfühlsamen Führung der jungen Darsteller wie auch ebenso ihrer Intensität im Spiel zu verdanken. Die einen ertragen stumm, andere arrangieren sich und/oder treten nach unten, geben Druck, Aggression und Frust weiter.
Doro hat ihr Rezept gefunden, in dem sie sich in das Reich der Phantasie – eben OZ – träumt: in wunderschönen farbigen Szenen oberhalb der Spielfläche umgesetzt.

Nordhäuser Allgemeine, 11.04.2019


„Wir sollten zusammenhalten“
Mit „OZ“ bringt der Jugendclub eine sehr reife, beklemmende und aufwühlende Leistung auf die Bühne

Trotzdem sich „Der Zauberer von Oz“ in einem Kinderheim zu spielen nicht als erster Gedanke aufdrängt, geht die Idee auf.
(...) In diese Situation hinein gerät Doro, die nicht weiß, dass man Fräulein Veridi nicht widerspricht, die nicht weiß, dass man der Clique um Alexandra besser nicht in die Quere kommt. Doro, die es nicht kennt, dass man sich nur um sich selbst kümmert, und Träumen darf sie erst recht nicht. Doro, die ihr Land „Oz“ im Herzen trägt, dargestellt als zweite Ebene über dem Kinderheim. Wenn Worte nicht ausreichen, um zu schildern, was man fühlt, dann muss man tanzen.
„OZ“ ist ein Ensemblestück, das Tableau der verlorenen Seelen kann sich nur entfalten, weil alle, Spieler wie Tänzer, mit Überzeugung bei der Sache sind.

Nordhäuser Allgemeine, 07.05.2019




BRUNDIBAR
Hans Krása

musikalische Leitung: F.-I. Achtner
Bühne, Inszenierung: R. Winter, D. Bethge 
Kostüme: E. Stolze-Bley