#romeoundjulia
nach William Shakespeare

Textfassung, Bühne, Inszenierung: Ronald Winter 
Kostüme, Choreografie: Daniela Zinner

ausgezeichnet mit dem Publikumspreis "Inszenierung der Spielzeit 2016"












  

Trailer #romeoundjulia
Veranstaltungshinweis MDR-Thüringen
Featurette #romeoundjulia: backstage
Video des Probenwochenendes


Shakespeare gerockt
#romeoundjulia reißt das Publikum von den Plätzen

Der Theaterjugendclub hat diesen alten Stoff mit vielen modernen Attributen versehen, einem deftig-jugendlichen Slang in die Gegenwart geholt und flotten Rhythmen, Lichteffekten und ambitionierten Tanzszenen „Musical“-isiert. Das tut der Botschaft keinen Abbruch. Im Gegenteil.
Der Konflikt der Familien Montague und Capulet, der uns heute so antiquiert erscheint, bleibt aktuell, wenn auch in anderer Form. Das haben die jungen Leute um Daniela Zinner und Ronald Winter klug herausgearbeitet. Gelungen ist dem jungen Ensemble ein Shakespeare in Rock und Pop, der den Nerv des vorwiegend jungen Premierenpublikums traf.

Mitteldeutsche Zeitung, 19.04.2016


Eine fantastische Premiere
Romeo, du verdammter Idiot

Stehende Ovationen gab es am Samstagabend für das Ensemble des Nordhäuser Jugendtheaters und ihre Interpretation der Shakespearschen Tragödie.
(…)
Visuell konnte das Stück auf ganzer Linie überzeugen. Das Bühnenbild etwa war zwar minimalistisch, wurde aber gut eingesetzt. Spannung und Atmosphäre wurden vom Spiel mit Licht und Schatten weit getragen und ließen die Dramatik spürbar werden. Absolut überraschend auch die Qualität der Tanzchoreographien.

Der Theaterjugendclub brachte Romeo und Julia dorthin, wo sich die jungen Schauspieler selber wohl zu fühlen schienen mit ihren Charakteren und ihrem Spiel - in das jugendliche Leben von heute. Statt durch Shakespearsche Hexameter zu stolpern wurde in jugendlichem Slang hübsch herzhaft geflucht. Den Brief ersetzt die Textmessage und der Pater Lorenzo hat eher die Ausstrahlung eines Streetworkers denn eines Geistlichen. Und auch was die Liebe mit dem Kopf anstellt, wie sie beherrscht, durchdringt und viele Stimmen und Gedanken gleichzeitig zu Wort kommen lässt, konnte das Stück sehr schön auf die Bühne zaubern.

(Die Jungen und Mädchen) haben sich das Stück zu eigen gemacht, sind darin aufgegangen. Die Energie und die Leidenschaft, die das mit sich bringt, waren bestimmend für das Geschehen auf der Bühne und den anhaltenden und absolut berechtigten Applaus am Ende.

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=188934



Romeo & Julia als Cliquen-Krieg

Theaterjugendclub überzeugt mit Shakespeare-Adaption

Die Inszenierung von Roland Winter zeigt, auf welch hohem Niveau sich Jungendtheater bewegen kann, wenn es die richtige Unterstützung bekommt. Von den vielen Romeo & Julia-Adaptionen ist dies wohl diejenige für die Hardcore-Generation.
(…)
Hier hat Winter den eigentlichen Clou seiner Produktion eingebaut. Auf einmal stehen auch Romeo 2 - 5 und Julia 2 - 5 auf der Bühne. Die beiden Protagonisten habe nicht nur ein, sondern vier alter egos. Diese Paare spielen nun andere Möglichkeiten, andere Texte durch. Sie zeigen einen Ausschnitt an jugendlichen Verhaltensweisen in amourösen Angelegenheiten, von schüchtern bis direkt. Dieser Einfall zeigt nicht nur, dass es auch ganz anders hätte laufen können. Winter macht auch deutlich, dass es nicht nur eine einzige Julia und nur den einen Romeo gibt. Nein, solch ein Liebespaar taucht immer wieder auf.
(…)
Die starke Inszenierung verabschiedet sich mit zwei starken Szenen. Der Tod des Liebespaares ist in ein großartiges Bild gebettet. In das Grau in Grau des Bühnenbildes fällt ein leuchtend roter Vorhang und dann ist Stille.

http://harzerkritiker.blogspot.de/2016/04/romeo-julia-als-cliquen-krieg.html