"HARD BEAT - Das Rockballett"
Uraufführung

Choreografie und Inszenierung: Sergej Gordienko
Kostüme: Claudia Kuhr

Video und Bühne


  





















  

  


Link zum Beitrag des NDR-Fernsehens

Der Tanz brennt
Das Ballettensemble des Staatstheaters begeisterte mit einer spannungsgeladenen Vorstellung

Sergej Gordienkos Rockballett bewegt bei der Uraufführung im Mecklenburgischen Staatstheater, was Rocker umtreibt: Freiheitsdurst, selbst wenn er in Gewalt und Vergewaltigung umschlägt, wilde wie zarte Beziehungen der Geschlechter, Eventsucht, Enthemmung. Und auch, ja, auch Romantik, Sehnsüchte, was seit je ein Kontra war gegen die Alleinherrschaft der Vernunft.
Konkret oder assoziativ hat Ronald Winter Schweriner Plätze wie den Burggarten, den Raver-Ort Kongresshalle, die Freilichtbühne und das Theater als Spielorte markiert. Wo Gordienko im Klima der Meute von der Rivalität zweier Jungs um ein Mädchen erzählt, von spontaner Sympathie, Eifersucht, Rache, von Schmerzen hin zu einem Happy End. Dabei schafft er aufgeheizte Atmosphäre und visionäre Bilder: ein zirzensisches Duell mit Messern in der Luft, ein Mädchen-Opfer-Ritual, das an Strawinskys „Sacre“ erinnert, den wogenden Wahn eines Verlassenen, den Körperjubel eines Paars im Glück unter schwebenden Victorienfiguren.

www.svz.de, 07.04.2014



Rammstein vertanzt: Rockballett in Schwerin
HardBeat: Liebe, Schmerz, Kampf und Hoffnung

Nun hat Rammstein auch die Theaterbühne erreicht, gleichermaßen umjubelt von Rammstein-Fans, die wohl eher selten eine Ballettaufführung besuchen, und einem Theaterpublikum, in dessen CD-Sammlungen Rammstein gänzlich fehlen dürfte. Die Premierengäste im ausverkauften Großen Haus dankten dem Ensemble mit stürmischem Schlussapplaus für eine temporeiche und effektvolle Tanzvorführung.
 
In seiner tänzerischen Umsetzung bleibt Gordienko verstörend nah an den Rammstein-Texten, die in oft erschreckender Weise menschliche Abgründe offenbaren. Von Gruppenzwang und Ausgrenzung bis hin zu Mord reicht die Spanne der Tanzszenen. Lyrische Passagen und selbstironische Einlagen zu weniger martialischer Musik anderer Gruppen bilden den Kontrast. Und auch eine imaginäre Rockgruppe bauen Bühnenbildner und Choreograph in die Szenerie ein, laut hörbar zur Freude vieler Premierengäste.

www.svz.de, 6.4.2014


Endzeit am Staatstheater
Das Tanztheaterstück „Hard Beat“ feierte in Schwerin mit hartem Rock eine umjubelte Premiere.

Das Publikum ist geradezu entfesselt. Rhythmisches Klatschen. Jubel. Stehende Ovationen. Es wäre untertrieben zu sagen, die Premiere des Ballettstücks „Hard Beat“ am Staatstheater Schwerin am Sonnabend wurde nur gefeiert. Eher hatte es den Anschein, das Publikum lebte das Geschehen auf der Bühne mit. Es gab Szenenapplaus und reichlich Mitklatschen schon während der Aufführung.
In „Hard Beat“ erzählt Schwerins Ballettchef Sergej Gordienko eine apokalyptisch anmutende Endzeit-Geschichte einer Gang aus Frauen und Männern, die sich um jeden Preis amüsieren, und sei es auf Kosten anderer. Die tänzerischen Funken, die dabei geschlagen werden, griffen über und entflammten die Besucher.
(…)
Was die Hardrockfans entzückt, lässt Ballett-Puristen die Haare zu Berge stehen. Das kann mit Humor betrachtet werden, zumal Pyrotechnik und zirzensische Einlagen eindeutig darauf hinweisen, dass hier ein Spektakel zelebriert wird und nicht die Neuerfindung des Tanztheaters.

Ostsee-Zeitung, 7.4.2014


Gordienkos Ballett, das stark auf die Magie der Bilder setzt, ist eigentlich eine Liebesgeschichte – besser: ein Liebeskonflikt. Eine Frau zwischen zwei Männern, und in der Folge Rivalität, Eifersucht, Hass, Mord und Trauer. Es ist ein Sammelsurium menschlicher Abgründe. Doch am Ende sind sie alle wieder da, tanzen vor der Kulisse des Schweriner Schlosses fröhlich-ausgelassen ihr „Highway to Hell“. Und vielleicht, so erzählt es uns jedenfalls dieses Märchen, war ja vielleicht alles nur ein böser Traum.

Beitrag des NDR-Fernsehens vom 6.4.2014



"Lost in Puschkin"
Tanztheater von Daniela Zinner

Video und Bühne
Kostüme mit Daniela Zinner











  

Link zu Bloopern der Videosequenzen
Link zu backstage-Aufnahmen der Premiere




„Lost in Puschkin“ überzeugt mit origineller Idee
Versepos wird in jugendliche Gefühlswelt übertragen

„Lost in Puschkin“ wurde im Theater unterm Dach in die räumliche Umgebung von Schule und Freizeittreff verlegt. Tanja (Laureen Uwelius) berührt Tatjanas Schicksal so sehr, dass sie zu ihrem emotionalen Ebenbild wird. (…)
In ihrer dritten Produktion ist Daniela Zinner an Berührungen zwischen Alltag und Literaturvorlage gelegen. Als probates und Kolorit stiftendes Mittel setzt sie Videosequenzen in Schwarz-Weiß ein.
Kein Wort Puschkins fällt, aber die Produktion fällt wegen der stringenten Umsetzung einer neuen Idee überzeugend aus.

Thüringer Allgemeine, 17.3.2014

Versunken in Puschkin
55 spannende Tanzminuten unterm Dach

Dass hinter diesem leichtfüßigen, jugendlich-frischen Tanztheater ein enormer literarischer Erschließungsprozess und ein kluges Konzept stecken, macht diese Tanzarbeit des Theaterjugendclubs sehenswert.
Die schmerzliche Erfahrung, dass Liebe nicht immer auf Gegenliebe stößt, ist zeitlos und bleibt wohl keinem Menschen erspart. Daniela Zinner und Ronald Winter (Bühne und Video) haben die Geschichte in zwei Ebenen inszeniert. Videosequenzen, die das kleine Ensemble im Kunsthaus Meyenburg in historischen Kostümen getanzt und gedreht hat, stellen den Bezug zwischen dem Klassiker und dem Jetzt optisch her.
Diese spannende, mit flotter Musik unterlegte Geschichte, die als eine in sepia und als andere im Hier und Heute modern und lebendig erzählt wird, ist eine gelungene Inszenierung, mit der der Theaterjugendclub das Programm der „Profis“ bereichert.

Mitteldeutsche Zeitung, 20.3.2014




"What a Feeling"
Pop-Ballett von Jutta Ebnother

Choreografie: Jutta Ebnother
Kostüme: Sonja Hesse




















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Trailer


Nordhäuser Ballett spielt mit "What a Feeling" seine Stärke aus

Jutta Ebnother wäre nicht sie selbst, wenn sie ihre Rückschau auf die Achtzigerjahre "What a Feeling" nicht klug durchgestylt und mit berührenden, stillen Momenten untersetzt hätte. Ein bloßes Happening mit Tänzern in Neonleggins, Aerobic-Stulpen, bunten Blusen, karierten Röcken und Hosen liegt ihr fern. (…) Beim leichtmusischen wie kritischen Blick in den Kosmos einer Kellerdisco spielt das ausgezeichnete Ballett-Ensemble des Nordhäuser Theaters seine Stärke aus - Wendigkeit der coolen Gruppe. 

Schrill und soft geht es zu unter der Discokugel, und richtig kuschelig kurz vor Mitternacht, wenn manch ein Topf seinen Deckel zumindest für einen Abend gefunden, wenn sich Realismus und Reflektion hautnah berühren. Dann sind die Gefühle in der Kellerdisco ganz oben.

Thüringer Allgemeine, 02.02.2014



"Hamlet stirbt (und geht danach Spaghetti essen)"
Farce von Jürgen Eick, Martin Maier-Bode, Jens Neutag
Eine Produktion des Seniorentheaters "Die Silberdisteln"

Inszenierung: Anja Eisner

Bühne