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"Romeo und Julia"
Ballett von Ivan Alboresi

Bühne
Kostüme: Anja Schulz-Hentrich


  



 


 


 


 

Link zum Trailer

Klassisches Handlungsballett auf der Höhe unserer Zeit

Ballettchef Ivan Alboresi, im Übrigen unweit des Handlungsortes Verona aufgewachsen, machte aus Sergej Prokofjews „Romeo und Julia“ ein klassisches Handlungsballett, das durch expressive Gesten und Figuren des Tanztheaters an menschlichem Ausdruck gewinnt. Er hat es subtil und sensibel modernisiert. (…)

Reduziert wirkt die Aufführung zudem in ihrer auf den Kern beziehungsweise auf die Tänzer konzentrierten Ausstattung. Ronald Winter entwarf hohe mobile Bühnenelemente mit stilisierter, ausgenüchterter Renaissance-Fassade, die keine Rundbögen, sondern gerade Linien zeigen. Auf der Rückseite markieren sie herrschaftlichen Innenraum.

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/kultur/detail/-/specific/Umjubelte-Premiere-von-Prokofjews-Romeo-und-Julia-in-Nordhausen-877769992


Ballett mit Stil und Sinn und einem tanzendem Traumpaar

Das hat alles Stil und Sinn, ohne so zeigefingernd in’s Heute zu pieksen.

Bühnenbildner Ronald Winter hat ein bewegliches, ja fast schon mittanzendes Bühnenbild aus drei großen Fassadenelementen geschaffen, mit denen man Innen- und Außenräume immer wieder neu erstehen lassen kann, und die Kostüme von Anja Schulz-Hentrich reichen von sportiver Reduzierung mit erotischem Ausdruck über historisch angelehnte Alltags-Outfits bis zum großen spitzenbesetzem Schwarzem bei der Maskenballszene – also ein Fest durchaus auch für’s Auge.

http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/romeo-julia-nordhausen-prokofjew-audio-100.html

 

Ballett mit viel Musical-Appeal

Überhaupt greift Alboresi auf filmische Mittel zurück. Einzelne Szenen sind mit einem harten Schnitt getrennt. Keilerei - Cut - Maskenball. Der Vorhang hebt sich und es ist vorbei mit der West Side Story. Barocke Opulenz bestimmt das Bühnenbild. Mit jeder Menge Gold stellen die Capulets ihren Reichtum zur Schau.

Die Bühnenbilder von Ronald Winter sind das optische Äquivalenz zur Formenvielfalt Alboresis. Der Wechsel zum Maskenball der Capulets sorgt für "Ooohh"-Momente, aber ansonsten sind die Änderungen nur minimal, aber deutlich. Mit wenigen Variationen erzeugt Winter deutliche Unterschiede im Eindruck. Großartig sind die Szenen, in denen das Bühnenbild selbst Teil der Choreographie wird.

http://harzerkritiker.blogspot.de/2017/10/ballett-mit-viel-musical-appeal.html